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Fischer-Verein Oettingen 1949 e.V.

Chronik des Fischer-Verein Oettingen 1949 e.V.

Wenn der Fischer-Verein Oettingen 1949 e.V.

auf mehr als 60 Jahre zurückblicken kann, so müssen wir all denen danken, die diese Möglichkeit damals geschaffen haben.

Der Verein hat in dieser Zeit vieles zuwege gebracht, nach dem Motto "Einer kann nichts, viele können alles." Alles Leben ist im und mit dem Wasser entstanden. Es ist ein wichtiger Teil unseres Lebens.

Die Fischer überwachen die Gewässer, schlagen Alarm wenn Gefahren drohen und legen selbst Hand an, wenn es notwendig ist das Gewässer und die Uferstreifen zu pflegen.

Um diese Lebensgrundlagen auch für unsere Kinder und Enkel zu erhalten fühlen wir uns stets verpflichtet.


Was geschah laut Stadtchronik der Stadt Oettingen im Jahre 1949?

Die Nachkriegsjahre sind für die Menschen unserer Stadt nicht ganz einfach.

Durch den Bombenangriff am 23. Februar 1945 und durch die vielen Heimatvertriebenen musste sich erst wieder ein normales Leben entwickeln.

Doch unsere alten und neuen Mitbürger fassten mit an, so konnte sich alsbald das politische und gesellschaftliche Leben wieder etablieren.Es war die erste Bundestagswahl. Es wurde ein Versuchs-fischen mit Elektrizität durchgeführt.Das Haus der Fischerfamilie Wagner wurde hergerichtet.Das Oettinger Anzeigenblatt besteht nur aus Anzeigen. Erst nach der Verkündigung der Pressefreiheit kann die Zeitung wieder berichten. Dies ist möglicherweise auch der Grund, dass die Gründung unseres Vereins nirgendwo verkündet wurde.

Wie kam es zur Gründung unseres Vereins?

Anlässlich des 25-jährigen Jubiläums hielt das damals noch lebende Gründungsmitglied Josef Schallamon die Festrede. Er zitierte:
"Nachdem sich im Jahre 1948 die Schwarzfischerei nicht mehr lohnte, hatten drei Fischer - es waren dies die Herren Schallamon, Stahl und Engerer - die Idee einen Fischerverein zu gründen."
Am 19. März 1949 war es dann soweit. 10 Angelfischer hatten sich zur Gründung des Vereins im Hotel Post in Oettingen eingefunden.
 
1. Vorstand wurde der Zahnarzt Emil Müller, 2. Vorstand Ludwig Kapitan und Schriftführer und Kassier Herr Engerer.

Der Verein war gegründet, doch man hatte kein Fischwasser.

Die Rettung in der Not war der Fischermeister Wagner, der das Fischwasser von der Lehminger Brücke bis nach Lochenbach zur Verfügung stellte. Im Laufe der Zeit kamen 18 Mitglieder dazu, der Verein wurde größer und man brauchte daher mehr Möglichkeiten zum Fischen.
Ihnen lag am Herzen auch denen die Angelfischerei zu ermöglichen, die damals nicht zu den sogenannten Privilegierten gehörten.
 
Man konnte den Teil der Wörnitz von der Brücke Lehmingen bis zur Aumühle dazu bekommen und den in der Gemeinde Schwörsheim gelegenen Egelsee. In der Mitglieder-Versammlung am 03. September 1953 im Gasthaus zur Ente inder Mühlstraße machte der erste Vorsitzende Emil Müller den Vorschlag, die Vereinigung in das Vereinsregister eintragen zu lassen. Nach sehr großen Anlaufschwierigkeiten in den nächsten Jahren, die durch Streitereien und Kompetenzgerangel hervorgerufen wurden fand 1959 eine vereinsentscheidende Sitzung statt. Zu der Mitgliederversammlung im Sommerkeller (jetziges Brauhaus) wurden alle "Noch"-Mitglieder und "Nichtmehr"-Mitglieder eingeladen. Dank des damaligen Fischereirates Dr. Wiesner und des Fischereimeisters Xaver Wagner konnte ein Kompromiss gefunden werden und mit der neuen Vorstandschaft, die am 02. November 1959 gewählt wurde konnte der Verein fortbestehen.
 
Von diesem Zeitpunkt an ging die Entwicklung des Vereins kontinuierlich aufwärts. Das gesellschaftliche Leben des Vereins blühte auf.
Unser Vereinslokal war bis zu dessen Schließung am 31.12.1968 das "Deutsche Haus". Von da an war die Goldene Gans unser Vereinslokal.


Ende der 60-iger Jahre konnte das Fischgewässer an der Ziegelmühle angepachtet werden. Am 28. Oktober 1970 wurde dieses Fischereirecht dann käuflich erworben. Auch die Anpachtung des Wechinger Wassers fiel in diese Zeit.
Zu dieser Zeit war Günter Linse der Vereinsvorstand.
In den Jahren 1973 und 1974 kamen dann große Probleme auf den Verein zu. So ist in einer Schlagzeile der Rieser Nachrichten vom 30. August 1973 zu lesen: "100 Zentner Fische verendet - 50.000 DM Schaden."
Die Verschmutzung der Wörnitz hat einen historischen Höhepunkt erreicht.
Dies war einer der schwärzesten Tage in unserer Vereinsgeschichte.
Es dauerte 10 Jahre bis sich die Wörnitz wieder erholt hatte. Der Bau von Kläranlagen und der Natur- und Umweltschutz waren wichtige Voraussetzungen hierzu.
In der Zwischenzeit konnten wir das neu erstellte Rückhaltebecken bei Belzheim anpachten das eine Wasserfläche von 7 ha aufwies.
Am Belzheimer Staussee wurden dann unsere Königsfischen durchgeführt.
Dort entstand auch der Wunsch nach einem eigenen Vereinsheim.
Dies konnte dann an unserem eigenen Fischwasser in der Ziegelmühle verwirklicht werden.
Als am 18. März 1989 Alois Fink den Vorsitz übernahm waren die Voraussetzungen gegeben den ehemaligen Stall der Ziegelmühle zum Vereinsheim auszubauen.
 
Die Ziegelmühle war von 1242 bis 1806 ein Lehen des Deutschen Ordens. Sie war der größte Hof in der Gemeinde Munningen.
 
Im Grundstück südlich unseres "Fischerstadels", wie wir unser Vereinsheim nennen wurde ein wörnitztypisches Altwasser und Biotop angelegt. Dafür erhielten wir unter anderem den Heimatpreis der Raiffeisen-Volksbanken.
 
Am 15. Juni 1996 durften wir den Schwäbischen Fischereitag ausrichten. Im Jahr 1997 war bei uns der Tag der Schwäbischen Fischerjugend zu Gast.
Die Teilnehmer dieser Veranstaltungen waren alle voll des Lobes über unsere Leistungen und den geschaffenen Werten.
 
1999 feierte der Verein mit einem Festakt sein 50-jähriges bestehen.
Im Jahr 2006 konnte unser Altwasser II bei Munningen in Zusammenarbeit mit dem Wasserwirtschaftsamt Donauwörth erstellt werden.
2009 feierte der Verein mit einem Festakt sein 60-jähriges bestehen.



 
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